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Verlåssen
Tomas Koschat (1845-1914)
Werkverzeichnis: op. 4,1
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
„Verlassen“ – Thomas Koschat (1845–1914) Lied für Männerchor (TTBB) · Kärntnerlied / Spätromantik Thema: Einsamkeit, Liebesweh, Volksliedpoesie „Verlassen“ gehört zu den innigsten und zugleich typischsten Männerchorliedern von Thomas Koschat, dem großen österreichischen Vertreter des Kärntnerliedes. Das Stück vereint all das, was Koschats Musik so beliebt macht: volksliedhafte Melodik, warme romantische Harmonik, tiefe Gefühlskraft und schlichte Direktheit. Hintergrund: Koschat, selbst Sänger und Leiter des berühmten „Koschat-Quartetts“, komponierte seine Lieder vor allem für kleine Männerchorbesetzungen und auf der Basis kärntnerischer Volksmusiktradition. „Verlassen“ gehört zu seinen ernsthaften, melancholischen Stücken – im Gegensatz zu den bekannteren heiteren und volksnahen Gesängen. Inhaltlich beschreibt das Lied Liebesleid, Einsamkeit und die Klage des Zurückgelassenen – ein zentrales Thema der Volks- und Romantikdichtung. Musikalische Merkmale: Melodik: weit gespannt, sehnsüchtig, mit typischen volksliedhaften Wendungen und kleinen „Seufzerintervallen“. Harmonik: warm, romantisch, mit feinen Moll-Dur-Wechseln und charakteristischen Koschat-Klängen (zarte Septimen, weiche Vorhalte). Satztechnik: überwiegend homophon, gelegentlich mit kurzen imitatorischen Andeutungen, die Stimmen sind so gesetzt, dass der emotionale Ausdruck breit und getragen wirken kann. Klang: reich, voll und warm – besonders in den Mittel- und Bassstimmen; typisch für das österreichisch-alpenländische Männerchoridiom. Charakter und Wirkung: Das Stück ist stark emotional, aber nie pathetisch – eher eine schlichte, ehrliche Klage. Der melancholische Tonfall wird durch die getragenen Phrasen und die weichen Harmonien verstärkt. Die Musik wirkt wie ein Volkslied, das in romantischem Licht erblüht – eine Mischung aus Innigkeit und unaufdringlicher Größe. Besonders der Schluss hat oft einen Charakter von still resignierendem Schmerz, der dennoch warm klingt. Repertoire-Stellung: Ein Klassiker für Männerchöre und Quartette in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz. Ideal für: Serenaden, Abend- und Herbstkonzerte, Programme über Liebe, Abschied, Sehnsucht, volkslied-inspirierte Chorabende. Ein schöner Kontrast zu leichteren Koschat-Stücken wie „Dort tief im Böhmerwald“ oder „In die Berg bin i gern“. Aufführungshinweise: Tragendes, weiches Legato – das Stück lebt vom „Singen in langen Bögen“. Ausdruck, aber ohne Übertreibung: Koschat ist romantisch, aber nie opernhaft. Mittelstimmen sorgfältig intonieren, sie tragen den warmen, dunklen Grundklang. Dynamik in sanften Wellen; besonders das Piano muss warm und konzentriert klingen. Text klar artikulieren, aber weich – „Volksliedsprache“. Im Schlussabschnitt viel Ruhe und Atem lassen.
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
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Besetzung verstehen: TTBB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.Dieses Stück
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.Dieses Stück
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.
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Mindestabnahme: 20 Lizenzen.
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