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Der Mond ist aufgegangen
J.A.P. Schulz
Textdichter: Matthias Claudius (1746-1815)
Arrangeur: Adolf Seifert (1902-1945)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
„Der Mond ist aufgegangen“ Melodie: Johann Abraham Peter Schulz (1747–1800) Chorsatz: Adolf Seifert (20. Jh.) Abendlied / geistlich-weltliches Volkslied · gemischter Chor oder Männerchor „Der Mond ist aufgegangen“ gehört zu den ikonischen Abendliedern des deutschen Liedguts. Der Text von Matthias Claudius (1779) und die schlichte, tief berührende Melodie von J.A.P. Schulz bilden eine Einheit von poetischer Reflexion und friedvoller Andacht, die in der deutschen Musikkultur einzigartig ist. Adolf Seifert hat das Lied mit großer stilistischer Sensibilität in einen klangschönen, ruhig atmenden Chorsatz übertragen. Hintergrund: Claudius’ Gedicht stammt aus dem „Wandsbecker Boten“ (1779) – ein Text voller frommer Weltbetrachtung, Demut und Naturverbundenheit. Schulz komponierte eine Melodie, die den Charakter des Gedichts ideal trifft: schlicht, volksliedhaft, kantabel. Der Satz von Adolf Seifert (20. Jahrhundert) ist heute einer der beliebtesten modernen Chorbearbeitungen – nicht überladen, sondern respektvoll schlicht. Musikalische Merkmale des Seifert-Satzes: Homophon geprägt, aber mit fein gesetzten Gegenbewegungen in den Mittelstimmen. Die Melodie bleibt unverändert klar im Sopran (oder Tenor bei Männerchorfassung). Die Harmonik ist wärmer und romantischer gefärbt als im schlichten Vierstimmensatz – Seifert nutzt: weiche Septimen, expressive Zwischenakkorde, sanfte Vorhalte. Dadurch entsteht Klangtiefe, ohne dass der Volksliedcharakter verloren geht. Besonders eindrucksvoll sind die langen Legato-Phrasen, die das ruhige Schreiten der Nachtstimmung aufnehmen. Charakter und Wirkung: Der Satz atmet Frieden, Besinnlichkeit und leise Melancholie. Er eignet sich hervorragend für Momente der stillen Sammlung – in Kirchen, bei Weihnachtskonzerten, Gedenkveranstaltungen oder als Abschluss eines Konzertabends. Die Musik öffnet einen Raum von Geborgenheit und – besonders in den bekannten Schlussstrophen – auch von Demut und Trost. Seifert gelingt die Balance zwischen romantischem Chorklang und volksliedhafter Einfachheit. Repertoire-Stellung: Einer der meistgesungenen Chorsätze im deutschsprachigen Raum. Sehr gut geeignet für: Advents-/Weihnachtskonzerte, Abendmusiken, geistliche Programme, Natur- und Romantikabende, Trauer- oder Gedenkanlässe. Ein ideales „Ausklang-Stück“, das Publikum wie Chor gleichermaßen berührt. Aufführungshinweise: Ruhiges, getragenes Tempo – niemals drängend. Atembögen groß denken: Die Phrasen sollen wie ein einziger sanfter Fluss wirken. Textkunst von Claudius beachten: klare Silben, aber weich artikuliert. Mischung und Balance sind entscheidend – die Mittelstimmen sollten ein Teppich sein, kein Eigenleben entwickeln. Dynamische Steigerungen sehr behutsam: eher inneres Leuchten als äußere Lautstärke.
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
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Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
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