Vorschau
Detaillierte Vorschau (3 Seiten) verfügbar nach Anmeldung.
Schilflied - Drüben geht die Sonne scheiden
Fanny Hensel (1805-1847)
Textdichter: Nikolaus Lenau (1802-1850)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
Fanny Hensel – Schilflied („Drüben geht die Sonne scheiden“) Für gemischten Chor Hintergrund: Schilflied gehört zu den poetischsten und atmosphärisch dichtesten Chorsätzen von Fanny Hensel (1805–1847). Der Text – aus der romantischen Sammlung „Lieder im Freien zu singen“ – beschreibt eine Abendstimmung am Wasser: flirrendes Licht, bewegtes Schilf, die sanfte Melancholie des Abschieds. Hensels Musik zeichnet das mit großer Sensibilität nach und verbindet Klangmalerei mit schlichter, aber raffinierter Harmonik. Text und Stimmung: „Drüben geht die Sonne scheiden“ – schon der erste Vers öffnet ein Bild von Übergang und Vergänglichkeit. Die Musik schmiegt sich eng an diese Naturstimmung: sanfte Wellenbewegungen, wellenartige Figuren, leichte Unruhe im Hintergrund – als schaukle das Schilf im Wind. Der Chor wirkt nie schwer; alles ist atmend, durchscheinend, getragen von weicher Melancholie. Musikalische Merkmale: Fließende Linienführung: Die Stimmen sind bewegter als in manch anderem romantischen Abendlied. Häufig imitieren sie sich in kurzen Motiven – wie Lichtreflexe auf dem Wasser. Feine Dynamikschattierungen: Crescendo und decrescendo imitieren das Auf- und Abwogen des Schilfs; die Musik „atmet“ ununterbrochen. Klangfarbe als Ausdruck: Hell timbrierte Frauenstimmen für die oberen Schilf- und Lichtbilder; Männerstimmen geben das ruhende Fundament. Harmonik zwischen Dur und Moll: Hensel lässt die Tonalität immer wieder leicht kippen. Dieses Changieren erzeugt den bittersüßen Grundton des Textes. Interpretation und künstlerische Idee: Schilflied lebt nicht von großer Geste, sondern von feiner Zeichnung. Der Chor sollte die Musik wie eine Aquarellszene behandeln: klare Konturen, aber weiche Übergänge. Der entscheidende Eindruck ist Transparenz – man sollte immer spüren, dass hinter den Stimmen ein „Luftraum“ liegt, ein Abendhimmel, der sich über die Szenerie spannt. Programm-Platzierung: Das Stück eignet sich besonders: Als Stimmungsstück in einem romantischen Block, zusammen mit Mendelssohn, Brahms oder Hauptmann. Als Übergang zwischen heiteren und ernsteren Werken – seine melancholische Ruhe ist ein hervorragender Dämpfer für überbordende Emotion. Früh im Programm als Klangbild-Einstieg oder nach der Pause zum Wiedereinfinden in eine ruhige Atmosphäre. Neben Natur- und Wasserstücken (z.B. „Abendlied“, „Die Nachtigall“, „Im Abendrot“), weil es das Thema „Stimmung“ auf besonders feinsinnige Weise behandelt. Da Schilflied weder laut noch extrovertiert ist, braucht es Ruhe davor und danach – es wirkt am stärksten, wenn es atmen darf. Probenhinweise: 1. Bewegte Leichtigkeit Die Achtelbewegungen müssen schwebend bleiben. Übungen: Frauenstimmen in weichem Legato, ohne Druck. Männerstimmen als ruhiger, stützender Teppich – niemals schwer. 2. Intonation bei Warmharmonik Hensels Modulationen sind elegant, aber tückisch. Besonders auf die „zarten“ Übergänge achten (Terzlagen in Sopran/Alt). Stellenweise lohnt sich ein kurzes reines Stimmen der Akkorde ohne Vibrato. 3. Vokalfarbe und Textklarheit Das Stück braucht helle, klare Vokale, fast impressionistisch. Konsonanten weich setzen, um die Wellenbewegung nicht zu zerstören. Wichtig: Das Wort „Schilf“ nicht hart artikulieren – eher wie ein sanfter Hauch. 4. Dynamische Zeichnung Das „Wogen“ entsteht durch kleine, gut kontrollierte Dynamikkurven. Gefahr: Dirigentin oder Chor überzeichnen. Ziel: Zartheit, nicht Effekthascherei. 5. Ausdruck des Abendmoments Ein gemeinsam gefundenes Grundtempo ist entscheidend: zu langsam → das Stück sackt ab; zu schnell → die Stimmung verliert sich. Ein leicht schwingendes Andante ist oft ideal. Charakter: Ein wunderbar atmosphärisches Kleinod: lyrisch, beweglich, poetisch – und typisch für Fanny Hensels Fähigkeit, in wenigen Takten eine ganze Naturwelt zum Klingen zu bringen. Schilflied ist kein „Schlager der Romantik“, aber ein absoluter Schatz für Chöre, die feine Farben lieben.
Mind. 20 Lizenzen
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet
Kauf nur mit Chorilo-Account
Zum Erwerb von Lizenzen benötigst du einen Chorilo-Account und einen aktiven Chor.
Was Du zu diesem Stück wissen solltest
Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.
Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.
Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell
Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.
Mindestabnahme: 20 Lizenzen.
Pauschallizenz fürs Ensemble
Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.
Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.
So nutzt Du das Stück in Chorilo▾
- 1
Stück kaufen
Wähle Dein Ensemble, bestätige die Bedingungen und schließe die Zahlung sicher über Stripe ab.
- 2
Lizenzen verteilen
Lizenzen werden automatisch zugewiesen, sobald Mitglieder die Noten öffnen. Im Bereich „Lizenzen" kannst Du die erworbenen Plätze auch manuell an einzelne Mitglieder oder das gesamte Ensemble vergeben — zum Beispiel, wenn Du die Noten für ein Mitglied ausdruckst.
- 3
Mitglieder erhalten die Noten
Deine Sängerinnen und Sänger sehen das Stück sofort in der Chorilo-App — auf Tablet, Smartphone oder Desktop, auch offline.
- 4
Proben und aufführen
Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.