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O Lord, give thy Holy Spirit
Thomas Tallis (1510-1585)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
Thomas Tallis (1510–1585): „O Lord, give thy Holy Spirit“ Dieses kurze Motett gehört zu den sogenannten English Anthems aus der frühen anglikanischen Zeit und zeigt Thomas Tallis als Meister der schlichten, aber hoch ausdrucksvollen geistlichen Polyphonie. 1. Entstehung und liturgischer Kontext: „O Lord, give thy Holy Spirit“ entstand vermutlich in den 1540er-Jahren, also in der Phase der Reformation unter König Edward VI., als erstmals englischsprachige Kirchenmusik für den Gottesdienst der Church of England gefordert wurde. Der Text ist eine freie englische Gebetsformel: “O Lord, give thy Holy Spirit into our hearts, and lighten our understanding, that we may dwell in the fear of thy name all the days of our life.” Es handelt sich um ein Pfingst- und Weihegebet, das um Erleuchtung, Erkenntnis und Gottesfurcht bittet – Themen, die in der reformatorischen Frömmigkeit eine zentrale Rolle spielten. 2. Musikalische Gestaltung: Das Werk ist für vierstimmigen gemischten Chor (SATB) gesetzt und bewusst sehr schlicht gehalten: überwiegend homophone Satzweise → der Text steht jederzeit klar im Vordergrund ruhiger, syllabischer Sprachrhythmus sehr ausgewogene Stimmführung ohne virtuose Effekte typisch englische, weiche Harmonik mit sanften Vorhaltsbildungen Die Musik wirkt wie ein gemeinsames stilles Gebet: keine Dramatik, kein Pathos – sondern Sammlung, Innigkeit und tiefe Ruhe. Gerade diese Einfachheit macht den besonderen Reiz des Stückes aus: Tallis erreicht große Eindringlichkeit mit minimalen Mitteln. 3. Geistlicher Gehalt: Der Text bittet um drei Dinge: die Gabe des Heiligen Geistes Erleuchtung des Verstandes ein Leben in Ehrfurcht vor Gott Tallis unterstreicht diese Bitten durch eine sehr kontemplative Klangsprache. Die langen ruhigen Linien lassen den Text gleichsam „atmen“ – ideal für Momente der Besinnung im Gottesdienst oder Konzert. 4. Bedeutung im Werk Tallis’: „O Lord, give thy Holy Spirit“ gehört zu den frühesten englischsprachigen Anthems Tallis’ und steht exemplarisch für seine Fähigkeit, sich den wechselnden konfessionellen Anforderungen seiner Zeit anzupassen – von der katholischen lateinischen Motette bis zum reformatorischen englischen Anthem. Es ist eines der beliebtesten kurzen Anthems Tallis’ und bis heute ein Standardstück der anglikanischen Chorliteratur. 5. Hinweise zur Aufführungspraxis: Für den Chor besonders wichtig: sehr klare Textartikulation – der Sinn steht im Zentrum ruhiges, getragenes Tempo weiche Vokalfärbung, wenig Vibrato sorgfältige Intonation in den ruhigen Akkordverbindungen Das Stück eignet sich hervorragend: als stiller meditativer Moment im Konzert für Pfingsten, Ordinationen oder Abendgottesdienste als Kontrast zu festlicher oder polyphoner Musik
Mind. 20 Lizenzen
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.
Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
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Mindestabnahme: 20 Lizenzen.
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Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.
Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.
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