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Weep, o mine eyes – John Bennet (1575-1614) – Notenvorschau

Detaillierte Vorschau (3 Seiten) verfügbar nach Anmeldung.

Weep, o mine eyes

John Bennet (1575-1614)

Verlag: Albrecht Schneider

MittelSATB 2 Seiten

Beschreibung

„Weep, O Mine Eyes“ – John Bennet (ca. 1575–1614) Dieses Madrigal gehört zu den eindrucksvollsten englischen Beispielen jener kunstvollen Verbindung von Poesie und Klang, die um 1600 ihre Blüte erlebte. John Bennet war zwar nie so berühmt wie Morley oder Wilbye, doch mit diesem Stück zeigt er eine bemerkenswerte Meisterschaft in der musikalischen Darstellung von Emotion. Historischer Kontext: „Weep, O Mine Eyes“ erschien 1599 in Bennets Madrigalsammlung für vier Stimmen. Die englische Madrigalkultur war zu dieser Zeit stark von italienischen Vorbildern geprägt – insbesondere von der Idee, jedes Wort musikalisch auszudeuten. Das Ziel war nicht nur schönes Singen, sondern hörbar gemachte Gefühle. Typisch für die späte Renaissance: enge Verbindung von Text und Musik expressive Chromatik kontrastreiche Abschnitte feine polyphone Verflechtung Hier wird Musik zur emotionalen Rhetorik. Inhalt des Textes: “Weep, O mine eyes, and cease not day nor night…” „Weint, o meine Augen, hört weder Tag noch Nacht auf…“ Der Sprecher fordert seine eigenen Augen zum Weinen auf — ein starkes rhetorisches Bild der Renaissance. Die Ursache bleibt bewusst allgemein: Verlust, verschmähte Liebe oder tiefer Schmerz. Zentral ist weniger das konkrete Ereignis als der Zustand innerer Erschütterung. Typische Madrigal-Themen: Liebesschmerz Klage Sehnsucht emotionale Übersteigerung Doch nichts wirkt hier theatralisch — eher kontrolliert und edel. Musikalische Gestaltung: Schon der Beginn verrät große kompositorische Sensibilität: fallende Tonbewegungen auf „weep“ – musikalische Tränen. Weitere Merkmale: imitatorische Einsätze, die wie Echo-Rufe wirken chromatische Wendungen zur Darstellung von Schmerz spannungsreiche Dissonanzen, sorgfältig aufgelöst Wechsel zwischen polyphonen Linien und homophonen Momenten Besonders reizvoll ist die Balance: Die Musik ist leidenschaftlich, aber nie überladen. Man hört deutlich den Einfluss der italienischen Madrigalisten — und doch bleibt der englische Stil transparenter, weniger dramatisch. Interpretation – worauf es ankommt Dieses Stück lebt von klanglicher Feinheit, nicht von Lautstärke. Wichtige Aspekte: Leichte, flexible Stimmen Zu viel Vibrato verschleiert die Linien. Durchhörbarkeit Jede Stimme ist Teil eines Gesprächs. Dissonanzen auskosten Nicht fürchten — sie sind der emotionale Kern. Text artikulieren Englische Klarheit unterstützt die musikalische Struktur. Ideal ist ein kammermusikalischer Ansatz: eher Consort als romantischer Chor. Wirkung im Konzertprogramm: „Weep, O Mine Eyes“ erzeugt eine besondere Form stiller Intensität — weniger romantisch als Brahms, dafür unmittelbarer in der rhetorischen Geste. Sehr wirkungsvoll: in einem Renaissance-Block als emotionaler Ruhepunkt in dramaturgischer Nähe zu anderen Klage-Madrigalen auch hervorragend als Kontrast zu helleren, tänzerischen Madrigalen Nach diesem Stück entsteht häufig jene gespannte Aufmerksamkeit, die nur wirklich konzentrierte Musik hervorrufen kann. Einordnung: Dieses Madrigal zeigt exemplarisch, was die große Stärke der englischen Renaissance war: Emotion ohne Pathos. Kunst ohne Schwere. Ausdruck durch Struktur. Oder kurz gesagt: Hier weint nicht der Chor — die Musik selbst tut es.

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Was Du zu diesem Stück wissen solltest

Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.

Besetzung verstehen: SATB

Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.

  • SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
  • SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
  • SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
  • TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
  • SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
  • SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
  • unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen

Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.

  • AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
  • MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
  • SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
  • Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger

Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.

Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell

Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.

Mindestabnahme: 20 Lizenzen.

Pauschallizenz fürs Ensemble

Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.

Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.

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    Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.