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Gebet - Herr, schicke, was du willt – Max Bruch (1838-1920) – Notenvorschau

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Gebet - Herr, schicke, was du willt

Max Bruch (1838-1920)

Textdichter: Eduard Mörike (1804-1875)

Verlag: Albrecht Schneider

MittelSATB 2 Seiten

Beschreibung

„Gebet – Herr, schicke, was du willt“ – Max Bruch (1838–1920) Dieses kurze, aber außerordentlich eindringliche Chorstück gehört zu jenen Werken Max Bruchs, die heute etwas im Schatten seiner großen Orchesterwerke stehen – dabei zeigt sich hier eine bemerkenswerte Meisterschaft in der Verbindung von Wort und Klang. Das „Gebet“ basiert auf einem Text von Eduard Mörike, einem der bedeutendsten lyrischen Dichter des deutschen Biedermeier. Seine Sprache wirkt schlicht, ist jedoch von großer innerer Tiefe – ein idealer Ausgangspunkt für musikalische Meditation. Der Text – Gelassenheit statt Bitte Im Zentrum steht keine konkrete Bitte an Gott, sondern eine Haltung des Vertrauens: „Herr, schicke, was du willt, ein Liebes oder Leides; ich bin vergnügt, dass beides aus deinen Händen quillt.“ Diese Verse atmen eine fast moderne Spiritualität. Nicht das Glück allein wird akzeptiert – auch das Leid gehört zum Leben. Kerngedanke: Wahre Ruhe entsteht dort, wo der Mensch aufhört, mit dem Schicksal zu hadern. Mörikes Gedicht besitzt dabei eine stille Kraft: kein Pathos, keine Dramatik – sondern gefasste Innigkeit. Musikalische Gestaltung: Bruch begegnet diesem Text mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Statt romantischer Klangfülle wählt er eine konzentrierte Tonsprache. Typische Merkmale: überwiegend homophoner Satz → der Text bleibt jederzeit verständlich warme, sangliche Harmonien ruhige Spannungsbögen behutsame dynamische Entwicklung kaum äußerer Effekt Die Musik wirkt wie ein getragenes Atmen. Besonders schön ist, dass Bruch keine „dramatische Frömmigkeit“ erzeugt – sondern eine Atmosphäre innerer Sammlung. Man könnte sagen: Diese Musik will nicht überwältigen, sondern tragen. Interpretation – entscheidend für die Wirkung Gerade weil das Stück unspektakulär wirkt, verlangt es große Reife vom Chor. Worauf es ankommt: Ruhiges, fließendes Tempo Nicht schleppen – Gelassenheit ist kein Stillstand. Warmer Gesamtklang Lieber rund als groß. Text als Bekenntnis Nicht deklamieren – eher gemeinsam sprechen lassen. Feine Dynamik Zu große Kontraste zerstören die Andacht. Ein guter Vortrag hat fast etwas Tröstendes. Wirkung im Konzert: Dieses „Gebet“ besitzt eine besondere Fähigkeit: Es verändert die Hörhaltung des Publikums. Sehr wirkungsvoll ist das Stück: als Moment der Sammlung innerhalb eines Programms nach dramatischerer Musik in geistlichen Konzertteilen oder als ruhiger Abschluss eines Werkblocks Oft entsteht danach jene seltene, dichte Stille, die zeigt, dass Musik wirklich angekommen ist. Einordnung: Hier begegnen sich drei Qualitäten: Mörikes existenzielle Schlichtheit Bruchs romantische Wärme eine zeitlose Botschaft der Ergebung Während viele romantische Werke Gefühle steigern, geht dieses Stück den umgekehrten Weg: Es führt zur Ruhe. Oder noch knapper: Dies ist keine Musik des Flehens – sondern der inneren Zustimmung zum Leben.

Mind. 20 Lizenzen

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Was Du zu diesem Stück wissen solltest

Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.

Besetzung verstehen: SATB

Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.

  • SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
  • SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
  • SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
  • TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
  • SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
  • SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
  • unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen

Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.

  • AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
  • MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
  • SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
  • Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger

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Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell

Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.

Mindestabnahme: 20 Lizenzen.

Pauschallizenz fürs Ensemble

Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.

Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.

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    Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.