OMR-Notenerkennung (Bild zu MusicXML)
Wandle gescannte oder fotografierte Notenblätter automatisch in MusicXML um. So machst du Papier-Noten interaktiv und nutzbar für den Stimmtrainer.
Diese Funktion ist nur im Web verfügbar.
Was ist das?
OMR steht für Optical Music Recognition — also die automatische Erkennung von Notentext aus Bildern. Mit der OMR-Funktion lädst du ein gescanntes oder fotografiertes Notenblatt hoch, und Chorilo verwandelt es automatisch in eine MusicXML-Datei.
Das ist nützlich, wenn:
- Du nur Papier-Noten hast und sie digital nutzen möchtest
- Du den Stimmtrainer verwenden willst, der saubere MusicXML als beste Quelle bevorzugt
- Du Stücke transponieren oder einzelne Stimmen extrahieren willst
- Du eine bearbeitbare Version der Noten brauchst (etwa für Notensatz-Programme)
So nutzt du OMR
- Öffne den Bereich Noten und klicke auf Noten hochladen.
- Wähle den OMR-Modus statt des normalen Uploads.
- Lade das Bild hoch — PDF, PNG oder JPG mit den Notenseiten.
- Trage Titel und Komponist ein wie beim normalen Upload.
- Starte die Erkennung. Die Verarbeitung dauert je nach Seitenzahl 1 bis 10 Minuten.
- Prüfe das Ergebnis und korrigiere eventuelle Fehler manuell.
- Speichere die fertige MusicXML als neues Stück.
Was OMR kann und was nicht
Funktioniert gut bei:
- Klar gedruckten, modernen Notenausgaben
- Geraden Scans mit gutem Kontrast
- Standard-Notation (kein experimentelles Notenbild)
- Auflösungen ab 300 dpi
- Schwarz-Weiß oder Graustufen
Hat Probleme bei:
- Handgeschriebenen Noten (oft nur ungefähre Erkennung)
- Schiefen oder gewellten Vorlagen
- Zu kleinen oder zu großen Notenköpfen
- Komplexer Notation (etwa Polyphonie auf einem System)
- Schlechtem Kontrast oder Flecken
- Sehr alten oder verblassten Drucken
Berechtigung
Zum Nutzen von OMR brauchst du die Berechtigung sheet_music.create. Die Verarbeitung kann je nach Tarif kostenpflichtig sein — die Kosten siehst du vor dem Start.
Was nach der Erkennung passiert
Nach der Verarbeitung bekommst du:
- Eine MusicXML-Datei, die als Stück in der Bibliothek liegt
- Einen Vergleich zwischen Original-Bild und erkanntem Ergebnis
- Ein Korrektur-Werkzeug für offensichtliche Fehler (falsche Töne, Pausen, Vorzeichen)
- Eine Audio-Vorschau der erkannten Noten
Du kannst die MusicXML jederzeit weiter bearbeiten, transponieren, in Stimmen aufteilen oder im Stimmtrainer als Quelle verwenden.
Tipps
- Scanne gerade und mit hohem Kontrast — am besten als PDF mit 300 dpi oder mehr.
- Schneide die Bilder vor dem Upload zu, sodass nur das Notensystem zu sehen ist (keine Ränder, keine Anmerkungen).
- Bei mehreren Stimmen pro System lohnt es sich, die Stimmen vorher zu trennen — die Erkennung wird genauer.
- Prüfe das Ergebnis immer einmal komplett durch, bevor du das Stück für den Chor freigibst — auch kleine Fehler beim Rhythmus fallen erst beim Mitsingen auf.
- Bei wichtigen Stücken lieber gleich die Original-MusicXML beim Verlag anfragen — perfekte Qualität spart später Korrekturarbeit.
Häufige Fragen
Wie genau erkennt OMR die Noten?▾
Welche Bildformate funktionieren am besten?▾
Was kann ich mit der MusicXML-Datei tun?▾
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