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Psallite
Michael Praetorius (1571-1624)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
**Michael Praetorius – Psallite Weihnachtlicher Chorsatz für gemischten Chor (meist SATB), um 1606–1609** (Hinweis: Praetorius starb 1621; die gelegentlich genannte Jahreszahl 1624 ist ein häufiger Irrtum.) Werk und historischer Kontext: Psallite gehört zu den bekanntesten und wirkungsvollsten Weihnachts- und Jubelsätzen von Michael Praetorius. Der Text basiert auf einem mittelalterlichen lateinischen Weihnachtslied („Psallite unigenito Christo…“) und ruft zum freudigen Musizieren auf: Singt, spielt, jubelt Christus, dem eingeborenen Sohn! Praetorius veröffentlichte den Satz in seinen Musae Sioniae, jener Sammlung, mit der er die protestantische Kirchenmusik seiner Zeit nachhaltig prägte. Das Werk steht exemplarisch für den Übergang von Renaissance zu Frühbarock: volkstümliche Energie, klare Struktur und festlicher Klang verbinden sich zu unmittelbarer Wirkung. Text und Charakter: Der Text ist ein reiner Jubel- und Aufforderungstext: Lobpreis Bewegung Klangfreude Gemeinschaft Im Zentrum steht nicht Betrachtung oder Innigkeit, sondern Ausbruch der Freude über die Geburt Christi. Psallite ist damit das Gegenstück zu stillen Weihnachtsliedern wie Es ist ein Ros entsprungen. Musikalisches Profil: 1. Satztechnik Überwiegend homophon, sehr klar strukturiert Der Cantus firmus liegt meist im Sopran Unterstimmen sind rhythmisch aktiv und tragen den festlichen Schwung 2. Rhythmus und Metrum Stark tänzerischer Charakter Meist Dreiertakt oder klar empfundener Schwung Regelmäßige Wiederholungen → große Eindringlichkeit 3. Harmonik Modal geprägt, mit frühbarocker Dur-Moll-Klarheit Kaum chromatische Spannung Die Wirkung entsteht aus Rhythmus, Klangfülle und Wiederholung Aufführungscharakter: Strahlend, festlich, rhythmisch präzise Nicht romantisch ausschwingend, sondern klar, kernig und präsent Deutliche Artikulation ist entscheidend Der Chor darf hier Selbstbewusstsein und Freude zeigen Probenhinweise: Rhythmus absolut sichern – er ist der Motor des Stücks. Textverständlichkeit: klare lateinische Artikulation (Psal-li-te). Bässe und Tenöre rhythmisch aktiv führen – sie tragen den Drive. Tempo lebendig, aber kontrolliert (keine Eile). Dynamik eher blockhaft als romantisch abgestuft. Programm- und liturgische Verwendung Psallite eignet sich hervorragend: als festlicher Höhepunkt eines Weihnachtskonzerts, als kraftvolle Eröffnung oder Schlussnummer, im Wechsel mit ruhigeren, kontemplativen Weihnachtsliedern, auch mit Instrumenten (z. B. Orgel, Bläser) verstärkt wirkungsvoll. Gerade in großen Kirchenräumen entfaltet der Satz durch seine klare Rhythmik und Wiederholung enorme Präsenz. Einordnung: Psallite zeigt Michael Praetorius auf der freudig-volkstümlichen Seite: eine Musik, die nicht reflektiert, sondern ansteckt. Sie verlangt weniger interpretatorische Tiefe als vielmehr Gemeinschaft, Präzision und Lust am Klang – und wirkt genau deshalb bis heute so überzeugend.
Stimmtrainer enthalten
Mit dem Kauf erhalten du und deine Mitglieder Zugriff auf vorbereitete Stimmtrainer-Übungen für jede Stimmlage – mit Tempo-Anpassung, Stimm-Mixer und Tonhöhenerkennung in der mobilen App.
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet
Kauf nur mit Chorilo-Account
Zum Erwerb von Lizenzen benötigst du einen Chorilo-Account und einen aktiven Chor.
Was Du zu diesem Stück wissen solltest
Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.
Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.
Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell
Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.
Mindestabnahme: 20 Lizenzen.
Pauschallizenz fürs Ensemble
Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.
Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.
So nutzt Du das Stück in Chorilo▾
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Proben und aufführen
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