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Lesestatus für Mitteilungen, Sichtbarkeit für einzelne Personen und App 3.0.8

Chöre können jetzt sehen, wer eine wichtige Mitteilung schon geöffnet hat und wer noch nicht. Dazu kommen Termine und Mitteilungen für einzelne Personen, drei neue Terminansichten, weitere Gruppen pro Mitglied und die App-Version 3.0.8 mit Playlist ohne Internet.

10 Min. Lesezeit Chorilo Team
Lesestatus für Mitteilungen, Sichtbarkeit für einzelne Personen und App 3.0.8

Unser letzter Überblick ist erst zwei Tage alt, und doch hat sich seitdem viel getan. Die wichtigste Neuerung ist der Lesestatus: Wer eine wichtige Mitteilung verschickt, sieht jetzt, ob sie angekommen ist. Termine und Mitteilungen lassen sich auf einzelne Personen beschränken, Mitglieder können in mehreren Berechtigungsgruppen sein, und die Terminliste gibt es in drei Ansichten. Die App-Version 3.0.8 erscheint in den nächsten Tagen im App Store und bei Google Play. Hier ist alles im Überblick.

Lesestatus: sehen, wer eine Mitteilung geöffnet hat

Die Probe ist verlegt, der Treffpunkt am Konzerttag hat sich geändert, die Noten müssen bis Freitag zurück: Bei solchen Mitteilungen möchte die Chorleitung wissen, ob die Information bei allen angekommen ist. Genau das zeigt jetzt der Lesestatus. Bei jeder Mitteilung steht ein Knopf „Gesehen“ mit einer Zahl, etwa „Gesehen 12/40“. Im Web finden Sie ihn oben im Kopf der Mitteilung, in der App unter der Zeile mit dem Verfasser.

Ein Klick öffnet die Liste „Gesehen von“ mit zwei Abschnitten: „Noch nicht gesehen“ und „Gesehen“, bei jeder Person mit ihrer Stimme. In der Liste stehen nur die aktiven Mitglieder, die die Mitteilung auch sehen können. Ist sie zum Beispiel nur für den Sopran bestimmt, stehen auch nur die Sopranistinnen darin. So erkennen Sie auf einen Blick, wem Sie vor der nächsten Probe besser noch einmal kurz schreiben.

So schalten Sie den Lesestatus ein

Der Lesestatus ist zunächst aus. Kein Chor bekommt ihn, ohne sich bewusst dafür zu entscheiden. Zum Einschalten öffnen Sie die Chor-Einstellungen, wählen „Allgemein“ und schalten in der Karte „Mitteilungen“ den Schalter „Lesestatus bei Mitteilungen“ ein. Danach speichern Sie die Änderungen. Das dürfen alle, die die Einstellungen des Chors bearbeiten dürfen.

Wichtig: Der Lesestatus gilt nur für Mitteilungen, die nach dem Einschalten erstellt werden. Ältere Mitteilungen bekommen keinen Knopf „Gesehen“, auch wenn Chorilo intern schon wusste, wer sie geöffnet hat. Ihre Mitglieder konnten damals nicht wissen, dass das jemand sieht, deshalb bleibt es dabei. Schalten Sie den Lesestatus aus, verschwinden alle Listen. Schalten Sie ihn später wieder ein, beginnt alles von vorn, mit dem neuen Datum als Stichtag.

Die Liste sieht nur, wer das Recht „Sehen, wer Mitteilungen geöffnet hat“ hat. Standardmäßig sind das ausschließlich die Administratoren. Das gilt auch für den Verfasser einer Mitteilung: Wer schreibt, sieht die Liste nicht automatisch. Unter „Berechtigungen“ können Sie das Recht weiteren Gruppen geben, etwa dem Vorstand oder der Chorleitung.

Datenschutz: Was der Lesestatus zeigt und was nicht

Wir haben den Lesestatus bewusst sparsam gebaut. Angezeigt wird nur „gesehen“ oder „noch nicht gesehen“, nie der Zeitpunkt. Ob jemand eine Mitteilung nachts um zwei oder fünf Minuten nach dem Versand geöffnet hat, erfährt niemand. Auch die Zahl der Aufrufe bleibt verborgen. Und „gesehen“ heißt geöffnet: Ob jemand die Mitteilung bis zum Ende gelesen hat, kann Chorilo nicht wissen und behauptet es auch nicht.

Ihre Mitglieder sehen, dass der Lesestatus aktiv ist. Bei solchen Mitteilungen steht ein kleines Info-Symbol, im Web neben dem Datum. Wer darauf tippt, liest: „Berechtigte Personen im Chor sehen, ob du diese Mitteilung geöffnet hast. Der Zeitpunkt wird nicht angezeigt.“

Zwei Sonderfälle sind ebenfalls geregelt. Kinder ohne eigenen Zugang können eine Mitteilung nicht selbst öffnen. Öffnet ein verknüpftes Elternteil sie, gilt sie beim Kind als gesehen, und in der Liste steht „über Elternteil“ beim Namen. Geht eine Mitteilung an mehrere Chöre, sehen Sie nur die Mitglieder der Chöre, in denen Sie das Recht haben und der Lesestatus eingeschaltet ist.

Termine und Mitteilungen für einzelne Personen

Bisher ließ sich die Sichtbarkeit eines Termins auf Berechtigungsgruppen, Funktionen, Stimmen und Chatgruppen beschränken. Jetzt kommt das Feld „Personen“ dazu: Sie wählen einzelne Mitglieder aus, die den Termin oder die Mitteilung sehen sollen, etwa für ein Gespräch mit drei Solistinnen oder eine Info nur an die Notenwarte. Alle Angaben ergänzen sich, wer zu einer der ausgewählten Gruppen gehört oder als Person ausgewählt ist, sieht den Eintrag. Mitteilungen lassen sich jetzt außerdem wie Termine auf Stimmen beschränken, etwa nur auf die Bässe.

Damit Sie sich dabei nicht selbst aussperren, warnt Chorilo, wenn Sie mit Ihrer Auswahl selbst nicht mehr zu denen gehören, die den Eintrag sehen dürfen. Speichern können Sie trotzdem, Sie wissen dann aber, dass Sie den Termin oder die Mitteilung danach weder öffnen noch bearbeiten können. Am einfachsten wählen Sie sich selbst als Person mit aus.

Berechtigungen: weitere Gruppen und Telefonnummern

Ein Mitglied hat weiterhin eine Hauptgruppe, kann jetzt aber zusätzlich in beliebig vielen eigenen Berechtigungsgruppen sein. Die Bassistin, die zugleich Notenwartin und Kassenprüferin ist, braucht dafür also keine eigens zusammengestellte Gruppe mehr. Die Rechte aller Gruppen zählen zusammen: Ist ein Recht in einer der Gruppen erlaubt, gilt es. Dasselbe gilt für Termine, Mitteilungen und Ordner, die nur für bestimmte Gruppen sichtbar sind. Sie finden das Feld „Weitere Gruppen“ beim Bearbeiten eines Mitglieds.

Neu ist auch das Recht „Telefonnummern sehen“. Damit erscheinen Telefon- und Handynummern in der Mitgliederliste, ohne dass jemand gleich alle sensiblen Daten wie Adresse oder Bankverbindung sehen muss. Administratoren und Bearbeiter haben es standardmäßig, Mitglieder nicht. Der Menüpunkt in den Einstellungen heißt übrigens jetzt kurz „Berechtigungen“.

Terminliste in drei Ansichten

Die Terminliste gibt es jetzt als „Kompakt“, „Standard“ und „Tabelle“. Kompakt verzichtet auf Beschreibung und Stimmbalken, damit mehr Termine auf den Bildschirm passen. Standard sieht aus wie gewohnt. Die Tabelle zeigt eine Zeile je Termin mit Datum, Termin, Ort, den Zu- und Absagen und Ihrer eigenen Rückmeldung, die Sie dort direkt per Symbol geben. Sind Sie in mehreren Chören, steht der Chor in einer eigenen Spalte.

Auch die Detailansicht eines Termins lässt sich umstellen, zwischen „Kompakt“, „Erweitert“ und „Alles“. Die beiden ausführlichen Ansichten zeigen oben eine Übersicht in Kacheln und darunter immer die Noten, offene Aufgaben und Dateien, in der App auch die neuesten Kommentare. Ihre Wahl gilt nur auf dem jeweiligen Gerät, so können Sie am Computer die Tabelle und am Handy die kompakte Ansicht nutzen.

Für die eigene Webseite gibt es einen „Kalender zum Abonnieren“. Den Link finden Sie in den Webseiten-Einstellungen des Chors. Wer ihn in Google Kalender, Apple Kalender oder Outlook abonniert, sieht dieselben öffentlichen Termine wie auf Ihrer Webseite. Änderungen erscheinen nach spätestens 15 Minuten im Link, wann die Kalender-App sie abholt, bestimmt die App selbst.

Mitglieder, Kontakte und eigene Felder

In der Mitgliederliste können Sie bis zu zwei zusätzliche Spalten einblenden: Telefon, Handy, Adresse, Geburtstag, Hochzeitstag, Eintrittsdatum oder eines Ihrer eigenen Mitgliederfelder. Die Auswahl gilt für den ganzen Chor. Einstellen und sehen können die Spalten alle, die sensible Mitgliederdaten sehen dürfen.

Aus dem Adressbuch wird ein Mitglied: Ein Kontakt lässt sich jetzt als Mitglied in den eigenen Chor, den Hauptchor oder einen Unterchor übernehmen. Das Formular für das neue Mitglied öffnet sich vorausgefüllt, auch eigene Felder mit gleichem Namen werden übernommen. Sie entscheiden, ob der Kontakt im Adressbuch bleibt oder nach dem Anlegen archiviert wird. Verknüpfungen zu Buchungen, Rechnungen und Terminen bleiben dabei am Kontakt.

Wer mit Unterchören oder Projekten arbeitet, pflegt eigene Felder für Mitglieder, Kontakte, Noten und Termine jetzt in einem Rutsch. Beim Anlegen, Ändern oder Löschen eines Felds wählen Sie, in welchen zusammengehörenden Chören dasselbe passieren soll. Chöre, die ein gleichnamiges Feld schon haben, werden beim Anlegen übersprungen.

Vereinspostfach: Vorlagen

Viele Mails im Verein ähneln sich: die Antwort auf eine Schnupperanfrage, die Bestätigung einer Kündigung, der Hinweis auf die Beitragszahlung. Im Vereinspostfach speichern Sie den Text einer Mail jetzt mit „Als Vorlage speichern“ und fügen ihn beim nächsten Schreiben oder Antworten mit einem Klick wieder ein. Steht schon Text in der Mail, wird die Vorlage angehängt. Was bisher „Textbausteine“ hieß, heißt jetzt „Vorlagen“, und das Bearbeiten und Löschen funktioniert im Web wieder zuverlässig. In der App fügen Sie Vorlagen ebenfalls ein und speichern neue.

App 3.0.8: Playlist ohne Internet und nummerierte Sprungflächen

Die Playlist lässt sich jetzt komplett auf dem Gerät speichern. Ein Tipp auf „Offline speichern“ lädt alle Aufnahmen herunter, danach läuft die Playlist auch ohne Internet, zum Beispiel im Auto auf dem Weg zur Probe oder im Funkloch. Entfernen Sie einen Titel oder leeren Sie die Playlist, verschwinden auch die gespeicherten Dateien wieder.

Sprungflächen in den Noten können jetzt eine Beschriftung tragen, etwa „Coda“, „D.S.“ oder „2. Strophe“, und eine Nummer für die Reihenfolge. Beim Spielen ist die nächste Nummer deutlich hervorgehoben, die anderen treten zurück und bleiben trotzdem antippbar. So finden Sie bei verschachtelten Wiederholungen auch im Konzert den richtigen Weg. Öffnen Sie das Stück neu, beginnt die Reihenfolge wieder bei eins.

Der Lesestatus, die neuen Terminansichten, die Auswahl einzelner Personen und die Vorlagen im Vereinspostfach sind in der App ab Version 3.0.8 dabei. In der Web-Version können Sie alles schon jetzt nutzen.

Weitere Verbesserungen

Der Ticketkauf funktioniert jetzt in jeder Sprache, und kostenlose Bestellungen bekommen keine Rechnung über 0 Euro mehr. Auf der Abo-Seite stehen Rechnungen, deren Lastschrift noch läuft, als „ausstehend“ mit direktem Link zum PDF. Bankverbindungen im Kassenbuch bleiben bei kurzen Störungen der Bank aktiv, statt in einen Fehlerzustand zu fallen, und holen die Buchungen der letzten sieben Tage noch einmal ab, damit keine verspätete Buchung fehlt. Suchfelder haben nur noch einen Knopf zum Leeren, und die Knöpfe unten in Seitenfenstern brechen auf schmalen Bildschirmen sauber um.

Viele dieser Neuerungen gehen auf Wünsche aus den Chören zurück, der Lesestatus ganz besonders. Wenn Ihnen etwas fehlt oder etwas besser gehen könnte, schreiben Sie uns: über den KI-Chatbot, die Funktion für Feature-Wünsche oder per E-Mail.

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